Sharks Basketballer und SHARKPROJECT e.V. machen sich gemeinsam für Haie stark

Sharks Basketballer und SHARKPROJECT e.V. machen sich gemeinsam für Haie stark

Mittwoch, 03 April 2019
Sharks Hamburg

Gemeinsame Sache für eine bedrohte Art: Die Bundesliga-Basketballer der Sharks aus Hittfeld und die Artenschutzorganisation SHARKPROJECT e.V. kooperieren zukünftig nicht nur, um dem Hai nicht nur eine bessere Reputation zu verschaffen. Bei der Partnerschaft geht es vor allem darum, ein Forum für Aufklärung zu schaffen und zu verdeutlichen, was ein Aussterben der Meeresbewohner für weitreichende Konsequenzen hätte. Der Auftakt der Partnerschaft wird bei einem echten Highlight des Basketball-Kalenders in der Halle Peperdieksberg eingeläutet. 

Im Süden von Hamburg schwimmen sie bereits seit vielen Jahren und stellen eine reale Gefahr für ihre Gegner da. Ihre Gewässer sind allerdings vielmehr die Sporthallen Deutschlands als die Ozeane unseres Planeten: Die Basketball-Jugendschmiede der Sharks ist sowohl auf Vereinsebene in Hamburg als auch in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) erfolgreich – und in keiner Weise vom Aussterben bedroht. 

Anders sieht es bei ihrem Namensgeber aus. Das, was der Hai für die Basketballer darstellt – nämlich Stärke, Aggressivität und eben jene Gefahr für ihre Gegner – ist zwar im sportlichen Sinne positiv gemeint, spiegelt aber gleichzeitig ein Dilemma wider: Denn im echten Leben genießen Haie kaum eine Lobby. Was der Mensch dabei verkennt: Für das Ökosystem sind sie eines der wichtigsten Bindeglieder und unverzichtbar für das Gleichgewicht der Ozeane. Mittlerweile sind sie vom Aussterben bedroht. Fast alle bekannten Haie stehen auf der IUCN-Liste bedrohter Arten. Doch die Haie sind viel weniger eine Gefahr für den Menschen, als der Mensch eine Gefahr für die Haie ist.

Hier setzt die Artenschutzorganisation SHARKPROJECT e.V. an. Seit 2002 informiert der Verein über die bekannten Meeresbewohner, um deren durch Negativschlagzeilen arg ramponiertes Image aufzupolieren und vielmehr ihre Wichtigkeit hervorzuheben. Die Kampagne „Stop Finning“ richtet sich bspw. seit einigen Jahren gegen eine Fischereitechnik, bei der Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten werden. Haiflossen gelten in der asiatischen Küche als Delikatesse und erzielen Höchstpreise. 
Die Organisation legt ein besonderes Augenmerk auf die Aufklärung jüngerer Generationen und zeigt in altersgerecht aufbereiteten Vorträgen, Unterrichtsstunden und Workshops dem Nachwuchs die Relevanz des Themas auf. Hierfür setzen die ehrenamtlichen Referentinnen und Referenten ihre Freizeit und Urlaube ein, erstellen Informationsmaterial – alles auf eigene Kosten. Nun haben auch die Basketballer, wohl gemeint, “angebissen” und unterstützen das Projekt: SHARKPROJECT wird sich ab sofort bei einigen Heimspielen in Hittfeld präsentieren und Aufklärungsarbeit vor Ort leisten.

Lars Mittwollen, Sportlicher Leiter der Sharks, freut sich, dem Hai für die Namensgebung nun quasi etwas zurückgeben zu können: “Für uns ist das eine logische und selbstverständliche Kooperation. Neben dem sportlichen Aspekt legen wir großen Wert auf eine pädagogisch hochwertige Betreuung der Kinder und Jugendlichen, die bei uns Basketball spielen. Das SHARKPROJECT unterstützen zu können, freut mich sehr und wird gleichzeitig unserem Ansatz gerecht: Wir sensibilisieren unsere Spielerinnen und Spieler so nicht nur für dieses vereinsnahe Thema sondern stärken damit auch ihr generelles Verantwortungsbewusstsein.” so Mittwollen.

Daniel Lyko, Regionalleiter bei SHARKPROJECT e.V. und Impulsgeber für die Zusammenarbeit schlägt in die gleiche Kerbe: “Die Sharks sind sozusagen ein Positivbeispiel für den Umgang mit dem Hai. Umso schöner, dass wir bei Lars Mittwollen auf so offene Ohren für unser Thema gestoßen sind. Wir werden es jetzt gemeinsam vor Ort mit Leben füllen und hoffentlich viele Spielerinnen, Spieler, Fans und Interessierte für begeistern können.”

Startschuss für die Partnerschaft wird direkt das Saison-Highlight schlechthin sein: Das Playoff-Heimspiel der Sharks gegen den Nachwuchs des Bundesligisten und gleichzeitig amtierenden JBBL-Champion ALBA Berlin im Play Off Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft am 7. April 2019. Tip-off ist um 12:30Uhr in der Sporthalle Peperdieksberg in Hittfeld.

www.sharks-basketball.de
www.sharkproject.org


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