BW 96 Schenefeld – Bitteres Déjà-vu gegen Chemnitz – Souveräner Auftritt gegen Kaufering

BW 96 Schenefeld – Bitteres Déjà-vu gegen Chemnitz – Souveräner Auftritt gegen Kaufering

Sonntag, 14 Oktober 2018
BW 96 Floorball

Am „Wochenende der Wahrheit“ waren am Samstag zunächst die Floor Fighters aus Chemnitz zu Gast. Blau-Weiß übernahm von der ersten Minute an das Heft des Handelns und dominierte bis zur zehnten Minute die Partie mit zahlreichen Torabschlüssen, die allerdings nichts Zählbares einbrachten. Die Gäste verlegten sich aufs Kontern und kamen nach einem individuellen Fehler zur Führung. Schenefeld verlor daraufhin den Faden. In der Konsequenz stellte Chemnitz binnen Minuten auf 0:3, womit es auch in die erste Drittelpause ging.
Der zweite Spielabschnitt war zunächst von Strafen auf beiden Seiten geprägt. Schenefeld war nun präsenter und drückte auf den Anschlusstreffer. Zahlreiche Chancen blieben ungenutzt, ehe Gebauer einen Abpraller zum 1:3 ins Tors stochern konnte. Nur 26 Sekunden später gab es nach der Verhinderung einer klaren Torchance Penalty für die Schenefelder. Fiedrich nahm sich der Sache an und verwandelte sicher. Die Gäste erzielten ebenfalls noch ein weiteres Tor, sodass es mit einem 2:4 ins Schlussdrittel ging.
Hier zeigten die Blau-Weißen, dass sie unbedingt die bis dahin glückliche Gästeführung drehen wollten. Zunächst traf Schwartz nach Vorlage von J. Karnath zum Anschluss, ehe T. Karnath zwei Minuten später den Ausgleich markierte. Fünf Minuten später versetzte Gebauer in Überzahl die 154 Zuschauer mit dem 5:4 endgültig in den kollektiven Freudentaumel. Als Czapelka die Führung 5 Minuten vor der Schlusssirene nochmals ausbaute, rechnete jeder in der Halle fest mit einem Heimsieg. Schenefeld zeigte in der Schlussphase jedoch wieder das gewohnte Gesicht. Viele Fehler und mangelnde Konzentration brachte den Gegner wie so oft in dieser Saison zurück ins Spiel. Innerhalb von 90 Sekunden konnte Chemnitz ausgleichen.
In der anschließenden Verlängerung hatten die Ostdeutschen unter gütiger Schenefelder Mithilfe erneut das Glück auf ihrer Seite. Nach einem Ballverlust schlug der Chemnitzer Stürmer vor Druminski vollkommen über den Ball, sodass dieser am Goalie vorbei ins BlauWeiße Tor kullerte.
Marius Schwartz (1 Tor + 1 Assist), Daniel Czapelka (1+0), Johannes Gebauer (1+0), Hendrik Vahl, Benedikt Fiedrich (1+0), [C] Lasse Schmidt, Felix Irrgang (0+1), Tim Ole Sonntag, Timo Rother, Jonas Hachmann, Tobias Karnath (1+0), Jan-Ole Villwock, Justus Karnath (0+1), [T] Nico Wirdemann, Ivar Lassen, Alexander Ohlandt, Sören Gittek, [T] Bennet Druminski

Schenefeld vs. Kaufering
Mit einer gehörigen Portion Frust vom Samstag im Gepäck ging es nur 20 Stunden später in die zweite Heimpartie des Wochenendes gegen die Red Hocks aus Kaufering.
Schenefeld erwischte einen Start nach Maß. J. Karnath bediente Irrgang, der mit viel Übersicht nach nur 90 Sekunden einschob. Trotz zahlreicher Möglichkeiten und optischer Überlegenheit gelang es Blau-Weiß jedoch nicht die Führung auszubauen. Es kam wie gegen Chemnitz und plötzlich führten nach zwei schnellen Treffern die Gäste aus Bayern.
Nur wenige Minuten später gab es dann erneut einen Blau-Weißen Treffer zu bejubeln. Fiedrich fand in Überzahl am langen Pfosten Irrgang, der den Ausgleich markierte.
Im zweiten Drittel waren es wieder die Gäste, die den Führungstreffer markieren konnten. Schenefeld trat jedoch stark auf und kam zu zahlreichen Chancen. Nachdem Sonntag zunächst noch am Innenpfosten scheiterte, konnte J. Karnath den Nachschuss zum 3:3- Ausgleich im Tor unterbringen.
Der Schlussabschnitt musste also in einer knappen Begegnung die Entscheidung bringen. Es dauerte bis zur 51. Spielminute ehe T. Karnath in Überzahl von der linken Bande einen starken Pass von Fiedrich zur Führung verwerten konnte. Nur 100 Sekunden später konnte J. Karnath mit einem platzierten Schuss von der Mittellinie die Führung ausbauen. Die Spannung unter den 167 Zuschauern stieg. Schenefeld machte jedoch im Gegensatz zum Vortag und vergangenen Spielen diesmal keine Anstalten, die Führung nochmal aus der Hand zu geben. Die Defensive stand sicher und der Ball lief ruhig und abgeklärt durch die Blau-Weißen Reihen. Der wie immer glänzend agierende Druminski sorgte für weitere Sicherheit, sodass der 5:3-Heimsieg mit der Schlusssirene perfekt war.
Unter dem Strich stehen vier Punkte aus dem „Wochenende der Wahrheit“. Eine solide Ausbeute, die mit mehr Cleverness am Samstag noch deutlich besser hätte ausfallen können. Das Team zog jedoch die richtigen Schlüsse aus der herben Enttäuschung und zeigte am Sonntag eine tolle Reaktion. Bevor es in zwei Wochen mit dem nächsten Heimspiel gegen den MFBC Leipzig weitergeht ist die Tabelle aktuell nur eine Momentaufnahme, die jedoch zeigt: Schenefeld ist vor den Piranhhas Hamburg und dem TV Lilienthal die Nummer eins im Norden!
Marius Schwartz, Daniel Czapelka, Johannes Gebauer, Hendrik Vahl, Benedikt Fiedrich (0 Tore + 2 Assist), [C] Lasse Schmidt (0+1)), Felix Irrgang (2+0), Tim Ole Sonntag (1+0), Timo Rother, Jonas Hachmann, Tobias Karnath (1+0), Jan-Ole Villwock, Justus Karnath (2+1), [T] Nico Wirdemann, Ivar Lassen, Alexander Ohlandt, Sören Gittek, [T] Bennet Druminski

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