BW 96 Schenefeld -Historischer Sieg in Berlin – bittere Niederlage gegen Wernigerode

BW 96 Schenefeld -Historischer Sieg in Berlin – bittere Niederlage gegen Wernigerode

Dienstag, 02 Oktober 2018
BW 96 Floorball

Am vergangenen Wochenende stand am Samstag zunächst das Spiel in der Bundeshauptstadt auf dem Programm. In der vergangenen Saison verloren die Blau-Weißen die Partie hier knapp und konnten das Rückspiel klar für sich entscheiden.
Im ersten Drittel zeigte Berlin den Schenefeldern schnell, dass es keine leichten Auswärtspunkte an diesem Nachmittag werden würden. Die Gästeoffensive wurde nahezu egalisiert, nur gelegentliche Vorstöße gelangen. Berlin hingegen fand immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen, die jedoch zunächst im Abwehrblock oder den flinken Händen von Druminski landeten. Mit einem 0:0 ging es folgerichtig in die erste Pause.
Den Start in den zweiten Spielabschnitt verschliefen die Schenefelder dann jedoch endgültig. Nach nur einer Minute konnten die Gastgeber die Führung erzielen und diese nur 40 Sekunden später noch ausbauen. Blau-Weiß zeigte sich zunächst beeindruckt von diesem Doppelschlag, fand jedoch in der Folge besser in die Partie. Mehrere Chancen verstrichen, ehe J. Karnath in Überzahl gleich mehrere Gegenspieler stehen ließ und aus der Distanz den Anschlusstreffer erzielte. Berlin konnte von der Pause ebenfalls in Überzahl nachlegen, sodass es mit einem 1:3 aus Schenefelder Sicht ins Schlussdrittel ging.
Dieses startete mit einem Paukenschlag, der auch gleichzeitig den Wendepunkt der Partie markieren sollte. Das unkorrekte Nachsetzen eines Berliner Verteidigers werteten die souveränen Unparteiischen zurecht als Tätlichkeit und verhängten die fällige Rote Karte und die damit einhergehende 5-Minuten-Strafe. Die Schenefelder Überzahltruppe stellte ihre Eignung für diese Situation prompt unter Beweis. Nach nur 20 Sekunden stocherte erneut J. Karnath den Ball nach Vorlage von Irrgang am kurzen Pfosten ins Tor. Zwei Minuten später machte Karnath mit seinem dritten Tor des Tages nach Vorlage seines Bruders den Ausgleich. Schenefeld übernahm beflügelt von den Ereignissen das Heft des Handels nun komplett in die Hand. Czapelka konnte nur mit unfairen Mitteln direkt vor dem Tor gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwertete er routiniert und abgezockt, sodass zum ersten Mal an diesem Nachmittag eine Blau-Weiße Führung auf der Anzeigetafel stand. Die Gastgeber drängten in der Schlussphase nochmal mit allen Mitteln auf den Ausgleich und wurden zwei Minuten vor Ende schließlich belohnt.
Schenefeld gelang es jedoch den Schwung mit in die Verlängerung zu nehmen. Druminski rettete zunächst in höchster Not, im direkten Gegenangriff legte T. Karnath den Ball auf Fiedrich ab, der eiskalt den Ball im Tor verwandelte und den Extrapunkt sicherte. Somit stand der erste Auswärtserfolg einer Schenefelder Mannschaft in der 1. Floorball Bundesliga fest!

Knapp 23 Stunden später stand dann das Duell mit den Red Devils aus Wernigerode an. Die traditionell mit einigen Legionären gespickten Gäste erwischten einen Blitzstart in die Partie und führten nach 41 Sekunden mit 1:0. Nur zwei Minuten später brachte Petermann den Goalie der Wernigeröder mit einem Abschluss in höchste Not, sodass dieser den Ball unabsichtlich im eigenen Netz versenkte. Erneut waren es die Gäste, die in der Folge wieder die Führung übernahmen. Unbeeindruckt davon schlug Blau-Weiß noch vor der Pause zurück. Zunächst bediente Czapelka Rother und dieser netzte per Volley zum Ausgleich ein. Nur 120 Sekunden später schickte Ohlandt Kapitän Schmidt mit einem langen Pass die Bande herunter und dieser blieb mit einer geschickten Körpertäuschung eiskalt und traf zur ersten Schenefelder Führung.
Im zweiten Drittel fiel trotz bester Chancen für beide Teams zunächst kein weiteres Tor. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Ein Wernigeröder sah nach einer Unsportlichkeit abseits des Feldes die rote Karte. In der fünf minütigen Überzahlsituation blieb Blau-Weiß eiskalt. Zunächst bediente Fiedrich den mitgelaufenen Irrgang, der sich mit dem 4:2 bedankte. Fiedrichs nächster Querpass fand Gebauer, der die Führung auf 5:2 ausbauen konnte. Zwei weitere Tore ließen die Gäste vor dem Schlussabschnitt noch einmal auf Schlagdistanz herankommen.
Im letzten Drittel fand die Blau-Weiße Führung dann ein jähes Ende. Wernigerode konnte ausgleichen und sogar den erneuten Führungstreffer erzielen. Anschließend brachen die Schenefelder auseinander. Fünf Treffer des überragenden Granlund, der insgesamt neun Tore erzielte, bedeuteten innerhalb kürzester Zeit ein 5:11. Rothers Treffer zum 6:11 war somit leider nur noch Ergebniskosmetik.
Schenefeld verpasste es am Sonntag vor heimischer Kulisse die zwei Punkte aus Berlin zu veredeln. Ungeachtet dessen richtet sich der Blick nun neben dem Pokalspiel am nächsten Wochenende in Magdeburg auf die Heimpartie gegen die direkte Konkurrenz aus Chemnitz und Kaufering.

Pressetext: BW 96 Schenefeld

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