Schenefeld erkämpft sich durch zwei Arbeitssiege die Playoffs

Schenefeld erkämpft sich durch zwei Arbeitssiege die Playoffs

Montag, 10 Februar 2020
Nachrichten

Vergangenes Wochenende reisten die Schenefelder Floorballer zuerst nach Dümpten (NRW) und am Folgetag nach Ebersgöns (Hessen) mit dem Ziel sich durch zwei Siege auch rechnerisch für die Playoffs zu qualifizieren. Gegen die viertplatzierten Dümptener starteten die 96er tiefstehend und fanden in den ersten Minuten vor Allem durch Konter zu ihren Torchancen. Die Taktik schien aufzugehen, sodass Johannes Gebauer in der 6. Spielminute den Lochball unhaltbar für den gegnerischen Goalie in den Winkel schoss. Blau-Weiß eroberte immer wieder die Bälle in der eigenen Hälfte und trug diesen schnell vors Dümptener Tor. Timo Rother fing nach 10 Minuten einen Pass der Hausherren auf Höhe der Mittellinie ab und konnte im Anschluss den gegnerischen Torwart überwinden -2:0.

In der Folge entwickelten die Füchse mehr und mehr Druck, scheiterten allerdings ein ums andere Mal an der Schenefelder Defensive oder dem parierenden Torhüter Jonah Koop. Nachdem Schenefeld ein Powerplay ungenutzt ließ ging es mit einem 2:0 in die erste Drittelpause. Die Hausherren kamen mit mehr Schwung aus der Kabine zurück und konnten durch Kevin Buckermann nach nur wenige Minuten im Mitteldrittel den Anschlusstreffer erzielen. Schenefeld fehlte in dieser Phase der Zugriff in der Verteidigung und musste sogar ein paar Augenblicke später ein weiteres Gegentor hinnehmen, welchem jedoch ein Faulspiel vorausgegangen war und deshalb aberkannt wurde. Stattdessen spielten die Blau-Weißen im Powerplay und konnten auf der anderen Seite durch Sören Gittek auf 3:1 erhöhen. Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt allerdings keine 60 Sekunden, da Dümpten die nun offensiver stehenden Schenefelder auskonterte und zum 3:2 traf. Nach einem Zweikampf zwischen Verteidiger Alexander Ohlandt und Dümptens Kapitän Kevin Buckermann gibt letzterer dem nebenstehenden Timo Rother ein paar niveaulose Worte mit auf den Weg und sieht als Konsequenz dafür die rote Karte vom Schiedsrichter. Die zusätzliche 5 Minuten Strafe wissen die Schenefelder gleich doppelt zu nutzen und gehen nach einem weiteren Treffer kurz vor der Drittelpause mit 6:2 in die Kabine.

Im Schlussabschnitt versuchten die Hausherren mehr zu riskieren. Die entstandenen Lücken in der Defensive der Füchse wusste aber Rother ein weiteres Mal zu nutzen und sorgte mit dem 7:2 für die Vorentscheidung, Zwar traf auch Dümpten noch kurze Zeit später zum 7:3, gab den Widerstand allerdings gegen Ende der Begegnung immer mehr auf, sodass die 96er durch Johannes Gebauer und Jakob Heins die Führung weiter ausbauen konnten. Am Ende steht ein 9:4 auf der Anzeigetafel, welches sich die Schenefelder hart erkämpfen mussten.

Am Tag zwei des Doppelspieltags ging es in das rund 200 Kilometer entfernte Ebersgöns nach Hessen. Die Ebersgönser waren motiviert den ungeschlagenen Spitzenreiter zu ärgern, zumal sie bereits gegen Schenefelds engsten Verfolger aus Bremen punkten konnten. Schenefeld stand höher als Tags zuvor und lief die gegnerischen Verteidiger früh an, um diese im Spielaufbau zu stören. Allerdings standen die Hausherren sehr kompakt in der Verteidigung und konnten einige Schüsse der Gäste blocken. Schenefeld machte zwar in der Anfangsphase das Spiel, unverdient war der Führungstreffer der Ebersgönser in der 12. Spielminute aber keinesfalls. Ligatopscorer Anton Hautzel traf sehenswert mit einem Rückhandschuss zum 0:1 aus Schenefelder Sicht. Das Spiel war nun offen, beide Teams hatten Torchancen, nutzen taten sie allerdings nur die Gastgeber. Eine Minute vor Ende des ersten Drittels erhöhte Ebersgöns auf 2:0. Anfang des zweiten Drittels spielt Justus Karnath einen hohen Pass auf seinen Bruder, Tobias, der diesen perfekt verwertet und über das Bein des Goalies ins Tor einschieben kann. Nachdem gleich zwei Ebersgönser auf der Strafbank Platz nehmen mussten, spielten die Blau-Weißen mit 5 gegen 3 und konnten die Situation nutzen um Auszugleiche. Der Bann schien nun gebrochen. Binnen 8 Minuten drehte Schenefeld das Spiel von 0:2 auf 4:2. Johannes Gebauer brachte 96 in Führung, Lasse Schmidt baute diese nur wenige Augenblicke später aus. Aber Schenefeld hatte ein Problem- Anton Hautzel. Der Flügel der Hessen konnte sich ein ums andere Mal durch die Abwehrreihe der Gäste dribbeln und traf sowohl zum 4:3 als auch zum 4:4. Die letzten 20 Minuten versprachen spannend zu werden. Das Spiel war auch im letzten Drittel ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Schenefeld, die jedoch immer wieder an den blockenden Verteidigern der Gegner scheiterten. Stattdessen traf Ebersgöns auf der anderen Seite 13 Minuten vor Spielende. Trainer Benedikt Fiedrich zieht sein Time-Out und stellt die Blöcke um. Blau-Weiß drängte jetzt auf das gegnerische Tor und ließ den Hausherren keine Entlastung mehr. Diesmal dauerte es 52 Sekunden und Schenefeld drehte den Spielstand von 4:5 auf 7:5. Die 96er schienen in der Partie doch noch die Wende geschafft zu haben und erhöhten fünf Minuten vor Schluss sogar noch auf 8:5. Zwar gelang Ebersgöns durch ein Eigentor noch das 8:6 wenige Minuten vor Spielende, kamen aber auf Grund von nun clever spielenden Schenefeldern nicht noch einmal an diese heran. Das Spiel stand lange Zeit auf der Kippe und Schenefeld hätte sich sicherlich nicht über den ersten Punktverlust der laufenden Saison beschweren dürfen. Blau-Weiß traf allerdings in der kritischen Phase des Spiels die richtigen Endscheidungen und konnte so mit 6 Punkten und einem sicheren Playoffplatz zurück in den Norden kehren. Schenefeld ist weiterhin ungeschlagen und kann nach 9 Spielen 18 Punkte verbuchen- 7 Punkte mehr als die zweitplatzierten aus Bremen.

vs. Dümpten: Blau-Weiß 96 Schenefeld: Johannes Gebauer (3+1), [C] Hendrik Vahl, Sascha Czapelka (0+2), Benedikt Fiedrich (1+0), Miguel Sigmund, Justus Karnath (0+3), Jonathan Tore Heins, Jakob Momme Heins (2+0), Timo Rother (2+1), [T] Jonah Koop, Alexander Ohlandt, Sören Gittek (1+1), Lasse Schmidt, [T] Sebastian Birth

Vs. Ebersgöns
Blau-Weiß 96 Schenefeld: Marius Schwartz (1+1), Johannes Gebauer (3+0), Christopher Petermann, [C] Hendrik Vahl, Sascha Czapelka, Benedikt Fiedrich, Miguel Sigmund, Tobias Karnath (1+1), Justus Karnath (1+2), Jonathan Tore Heins, Jakob Momme Heins (1+0), Timo Rother (0+1), [T] Jonah Koop, Alexander Ohlandt (0+1), Sören Gittek, Lasse Schmidt (1+1), [T] Sebastian Birth

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